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Technische Volkswirtschaftslehre (B.Sc.)

Dauer:
180 ECTS (6 Semester)

Akademischer Grad:
Bachelor of Science

Studienbeginn:
1. Oktober (Bew. bis 15. Juli)

Studienplätze: 40

Studieninhalte:
Wirtschaft – Technik – Recht

Studienaufbau:

  • 8 Kernmodule
  • 4 Vertiefungsmodule
  • 2 Wahlpflichtmodule
  • Betriebspraktikum
  • mgl. Auslandsaufenthalt
  • Bachelorarbeit 

 

Voraussetzungen:
Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abitur)

Auswahlkriterien:

  • Abiturnote
  • Fachnoten Mathematik, Deutsch, Fremdsprachen
  • außerschulische Leistungen

 

Beratung: studienberatungBdi1∂wiwi kit edu

Technische Volkswirtschaftslehre (B.Sc.)

Eine einzigartige Verbindung
TVWL
 

Studienaufbau

Die Regelstudienzeit im Bachelorstudiengang Technische Volkswirtschaftslehre (B.Sc.) beträgt sechs Semester und umfasst verschiedene Fachprüfungen, Seminararbeiten, ein achtwöchiges Betriebspraktikum und die abschließende Bachelorarbeit in insgesamt 10 Modulen. Fachliche und überfachliche Schlüsselqualifikationen werden sowohl in den wirtschafts- und technisch-naturwissenschaftlichen Modulen und auch in eigenen Veranstaltungen erworben.

Das Kernprogramm (1.-4. Semester) des Studiengangs ist methodisch ausgerichtet. Hier werden die Grundlagen in den Wirtschafts- und Naturwissenschaften gelegt. Rechtliche Grundlagen runden das Kernprogramm ab. Die Fachprüfungen in Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Operations Research, Mathematik, Statistik, Recht und in den naturwissenschaftlichen Grundlagen sind im Studienplan so auf die Semester verteilt, dass nach Abschluss des Kernprogramms die erforderlichen Kenntnisse vorhanden sind, um die Studieninhalte weiter zu vertiefen, anzuwenden und eigene Schwerpunkte zu setzen.
Das Vertiefungsprogramm (4.-6. Semester) sieht eine Vielzahl von Wahlmöglichkeiten und Alternativen in allen Fächern vor, so dass der Studienplan entsprechend dem interdisziplinären Charakter des Studiengangs sowohl inhaltlich als auch zeitlich ganz nach den individuellen Interessen und Ansprüchen gestaltet werden kann. Damit sind im Vertiefungsprogramm zugleich ausreichend Freiheiten für einen Auslandsaufenthalt geschaffen.

 

Studienplan: Technische Volkswirtschaftslehre (B.Sc.)
Semester Kernprogramm
Pflichtprogramm Wahlpflichtprogramm
Fach BWL VWL INFO OR RECHT MATHE STATISTIK PHYSIK CHEMIE
1 REWE
4 LP
VWL 1
5 LP
Progr
5 LP
 

BGB
4 LP

Mathe 1
7 LP
     
BWL A
3 LP
ÖRecht 2
3 LP
2 BWL B
4 LP
VWL 2
5 LP
Info 1
5 LP
OR 1
4,5 LP
ÖRecht2
3 LP
Mathe 2
7 LP
Stat 1
5 LP
   
3 BWL C
4 LP
  Info 2
5 LP
OR 2
4,5 LP
  Mathe 3
7 LP
Stat 2
5 LP
Physik 1
8 LP
 
4   Ökono-
metrie
5 LP
          Physik 2
8 LP
Chemie
16 LP
Betriebspraktikum
8 LP
  Vertiefungsprogramm
Semester Pflichtprogramm Wahlpflichtprogramm (2 aus 7)
4 VWL VWL BWL Seminar
+SQ
VWL BWL INFO OR ING/NW RECHT
o. SOZIO
5 9 LP 9 LP 9 LP 6 + 3 LP 9 LP 9 LP 9 LP 9 LP 9 LP 9 LP
6
Bachelorarbeit 12 LP
181 LP
(Kernprogramm + Vertiefungsprogramm + Bachelorarbeit)

LP = ECTS-Leistungspunkte

 

Im Vertiefungsprogramm können im Wahlpflichtbereich zwei Module aus einem der folgenden Fachgebiete gewählt werden: Informatik, Operations Research, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Ingenieurwissenschaften, Statistik, Recht oder Soziologie. Auf die Fächer Recht und Soziologie darf dabei in Summe nur ein Modul entfallen. 

Die Prüfungen, die zum Erwerb des Bachelorgrades abgelegt werden müssen, sind in der Studien- und Prüfungsordnung festgelegt. Die Modulübersicht und das Modulhandbuch geben detaillierte Auskunft über alle möglichen Kern- und Vertiefungsmodule und helfen dabei, den richtigen, individuellen Studienplan zusammen zu stellen.

 

Der erfolgreiche Abschluss des Bachelorstudiengangs berechtigt zur Aufnahme eines Masterstudiengangs in Karlsruhe, in Deutschland oder im Ausland.

 

Wir laden Sie herzlich ein, sich "vor Ort" ein Bild zu machen: Schauen Sie sich die Stadt und die Universität an, besuchen Sie eine oder mehrere "Schnupper-Vorlesungen" und suchen Sie das Gespräch mit Professoren und Studierenden. Sie können auch einen Termin für ein individuelles Beratungsgespräch vereinbaren, Adressen und Telefonnummern finden Sie unter Beratung und Information.

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Studieninhalte

Volksirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre

In einer globalisierten Weltwirtschaft sind ökonomische Modelle und volkswirtschaftschaftliche Theorien die Grundlage, um das Wirtschaftsleben in all seinen Facetten zu verstehen und in dessen Rahmen fundierte wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Dabei beschäftigt sich die Volkswirtschaftslehre zum einen mit übergeordneten, gesamtwirtschaftlichen Erscheinungen, Zusammenhängen und Prozessen. Konkrete mikroökonomische Marktprozesse (wie z.B. die unternehmerische Preisbildung oder auch die Festlegung der Produktionsmenge) lassen sich hingegen mit der volkswirtschaftlichen Markt-, Preis- und Wettbewerbstheorie beschreiben, analysieren und bewerten. Die Ökonometrie konzentriert sich auf das quantitative Messen ökonomischer Zusammenhänge und ist ein weiteres wichtiges Handwerkszeug eines erfolgreichen Technischen Volkswirtes. Eine besondere Option in Karlsruhe ist die Möglichkeit, sich neben Mikro- und Makroökonomie auch mit der Finanzwissenschaft, der Internationalen Wirtschaftspolitik und der experimentellen Wirtschaftsforschung zu beschäftigen.

Eine sorgfältige Grundlagenausbildung in der klassischen Betriebswirtschaftslehre – der Lehre vom Wirtschaften und Entscheiden im Betrieb – gehört ebenso zum Horizont des Technischen Volkswirtes. Interne und externe Unternehmensrechnung, ein Überblick über die betriebswirtschaftlichen Teilgebiete und Unternehmensbereiche sowie das Beherrschen der betriebswirtschaftlichen Methoden und Instrumentarien werden mit gleicher Sorgfalt vermittelt. So kann im Studienverlauf die inhaltliche Vielfalt der Betriebswirtschaftslehre ausgeschöpft werden. Vielfältige Vertiefungsmöglichkeiten bestehen z.B. in Marketing, Entscheidungstheorie, Unternehmensführung, Finanzwirtschaft, Banken und Versicherungen, Informationsmanagement, Bau- und Wohnungswirtschaft, Produktionswirtschaft und Logistik oder auch Energie- und Umweltmanagement.

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Mathematik und Statistik

Mathematik und Statistik sind das Handwerkszeug und das A und O sowohl der Wirtschafts- als auch der Ingenieurwissenschaften. In beiden Disziplinen ist Handeln und Entscheiden ohne eine fundierte quantitativ-methodische Ausbildung kaum denkbar.

Analysis, lineare Algebra, Differential- und Integralrechnung sind die Grundlagen zum Verständnis ökonomischer Zusammenhänge und zur Planung und Gestaltung wirtschaftlicher Prozesse. Die dreisemestrige mathematische Grundlagenausbildung nimmt sich die Zeit, wichtige mathematische Methoden und Modelle gewissenhaft zu schulen.

Deskriptive, d.h. beschreibende Statistik, Wahrscheinlichkeitstheorie und die Theorie des Schätzens und Testens werden an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit großer Sorgfalt gelehrt und durch einen eigenen Lehrstuhl betreut. Wie die Mathematik ist auch die Statistik ein Fundament erfolgreicher Technischer Volkswirte in Wissenschaft und Praxis.

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Die Integrationsfächer: Informatik und Operations Research

Eine der Besonderheiten des Karlsruher Studiengangs ist der große Anteil der Fachgebiete Informatik und Operations Research. Sowohl in den Wirtschaftswissenschaften als auch in den technischen Disziplinen sind sie von innovativer und immer größerer Bedeutung. Mit den Methoden und Modellen des Operations Research und der Informatik lassen sich wirtschaftliche und  technische Prozesse planen, analysieren und optimal gestalten.

Bereits im Kernprogramm wird in Vorlesungen und betreuten Rechnerübungen objektorientiertes Programmieren mittels Java gelehrt. Im Studienverlauf stehen weitere Aspekte der Angewandten Informatik – der Informations- und Kommunikationstechnik im Vordergrund. Anwendungsnahe Forschungsergebnisse aus den Bereichen Effiziente Algorithmen, Informationssysteme, Wissensmanagement, Komplexitätsmanagement, Systems- und Software-Engineering fließen in das Vertiefungsprogramm mit ein.

Operations Research beschäftigt sich mit der bestmöglichen Lösung realer wirtschaftlicher und technisch-wirtschaftlicher Entscheidungsprobleme unter Berücksichtigung beschränkt verfügbarer Ressourcen. Im Wesentlichen geht es darum, Prozesse und Verfahren optimal zu gestalten. Modelle und Methoden des Operations Research werden im gesamten Wertschöpfungsprozess eines Unternehmens, egal ob in der Industrie, im Dienstleistungsbereich, oder in der öffentlichen Verwaltung eingesetzt. Deshalb kann auch dieses Fachgebiet im Vertiefungsprogramm vertieft werden. So lassen sich zum Beispiel Unternehmensstandorte optimal festlegen oder auch Produktionsabläufe gezielt planen.

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Recht

Um wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen und ökonomische Interessen zu vertreten braucht es grundlegende Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen. Zivil- und Handelsrecht, sowie Gesellschaftsrecht und auch das Öffentliche Recht gehören deshalb zum Kernprogramm des Studiengangs.

Entsprechend des technischen Profils können diese rechtlichen Kenntnisse im Vertiefungsprogramm auch im Bereich des IT-Rechts erweitert werden.

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Naturwissenschaftliche Grundlagen und ingenieurwissenschaftliche Vertiefung

Technik und Technologie fußen immer auch auf naturwissenschaftlichen Grundlagen. Nach den eigenen Interessen und Zielen kann im Kernprogramm zwischen den beiden Disziplinen Physik und Chemie gewählt werden. Mit diesen naturwissenschaftlichen Grundlagen stehen einer individuellen Vertiefung in den Ingenieurwissenschaften alle Türen offen.

Die Universität Karlsruhe (TH) bietet dabei an der Schnittstelle zwischen traditionsreicher Erfahrung und fortschrittlicher, innovativer Forschung eine Vielzahl von Spezialisierungsmöglichkeiten zum Beispiel im Bereich des Maschinenbaus, der Elektro- und Informationstechnik, der Bauingenieur- und Umweltwissenschaften, des Chemieingenieurwesen und der Verfahrenstechnik und besonderer interfakultativer Gebiete wie Sicherheits- und Katastrophenmanagement. Allein im Bereich Maschinenbau werden von über sieben verschiedenen Forschungs- und Lehrbereichen Vertiefungsmodule angeboten.

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Betriebspraktikum und Bachelorarbeit

Um die beruflichen Anforderungen und Potentiale eines Technischen Volkswirtes kennen zu lernen und einen generellen Einblick in die Vorgänge in einem Unternehmen zu bekommen, ist ein mindestens achtwöchiges technisches und/oder kaufmännisches Betriebspraktikum fester Bestandteil des Studiums. Neben Banken, öffentlicher Verwaltung oder auch Internationalen Organisationen kommen dafür wegen der technischen Profilierung auch große Industrieunternehmen in Frage. Mit Blick auf das spätere berufliche Tätigkeitsfeld ist es ratsam, das Praktikum bei einem größeren, ggf. international agierenden Unternehmen zu absolvieren. Praktika, die vor Beginn des Studiums abgelegt wurden, können angerechnet werden. Auführliche Hinweise zum Betriebspraktikum erhalten Sie beim Prüfungssekretariat.

Mehr Informationen zum Betriebspraktikum

 

Die Bachelorarbeit ist eine erste größere wissenschaftliche Arbeit und schließt das Studium ab. Dabei soll ein der Technischen Volkswirtschaftslehre zugeordnetes Thema selbständig bearbeitet werden. So werden die ersten forschungsorientierten Wege in Richtung des Masterstudiums beschritten. Zugleich aber geht es auch darum, wissenschaftliche Erkenntnisse durch die Anwendung auf praktische Probleme (z.B. in Unternehmen oder Institutionen) zu überprüfen.