Antrag auf Zweitwiederholung einer Prüfung

Grundlagen und Folgen

In den Studiengängen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften können nicht bestandene Prüfungen einmal wiederholt werden. Wenn eine Wiederholungsprüfung (inklusive evtl. vorgesehener mündlicher Nachprüfung) nicht bestanden wird, ist die Prüfung endgültig nicht bestanden. Es erlischt die Zulassung zum Studium und der Prüfungsanspruch geht verloren.

In einem solchen Fall gibt es aber noch die Möglichkeit, an den Prüfungsausschuss einen begründeten Zweitwiederholungsantrag zu stellen. In triftigen Ausnahmefällen kann dann die Genehmigung zur Zweitwiederholung erteilt werden.

Wer sich für einen Antrag auf Zweitwiederholung einer Prüfung entscheidet, soll den Antrag gemäß SPO innerhalb der nächsten zwei Monate nach Bekanntgabe der Note stellen. An der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften muss zudem vor Einreichung des Antrages ein Beratungsgespräch im Prüfungssekretariat der Fakultät wahrgenommen werden. Dieses empfehlen wir innerhalb der ersten 14 Tage nach Eintreten der Situation.

Jeder Antrag auf Zweitwiederholung wird dem Prüfungsausschuss (bzw. zwischen den Sitzungen dem Prüfungsausschussvorsitzenden) vorgelegt. Stimmt dieser einem ersten Antrag auf Zweitwiederholung zu, gilt er als genehmigt. Wird ihm nicht zugestimmt, wird der Antrag zur Entscheidung dem KIT-Präsidium vorgelegt. Wird ein Antrag auf Zweitwiederholung zum wiederholten Mal gestellt oder gleichzeitig mehr als ein Zweitwiederholungsantrag vorgelegt, dann entscheidet in jedem Fall das KIT-Präsidium.

Nach Verlust des Prüfungsanspruches können über das System keine weiteren Prüfungen mehr im Erstversuch angemeldet werden. (Wiederholungsprüfungen sind von dieser Sperre ausgenommen.)Das wird erst wieder möglich, wenn ein Antrag auf Zweitwiederholung genehmigt wurde und die Prüfung erfolgreich absolviert wird. Bis dahin können alle weiteren Prüfungen nur über das Prüfungssekretariat WiWi zugelassen und angemeldet werden. Die Zulassung erfolgt in diesem Fall unter dem Vorbehalt, dass die Zweitwiederholung angetreten und bestanden wird. Erst danach werden solchermaßen zugelassene Prüfungen gewertet.

Anträge auf Zweitwiederholung werden im Regelablauf innerhalb von spätestens 4 Wochen bearbeitet und entschieden. Die Bearbeitungszeit verlängert sich entsprechend, wenn das KIT-Präsidium entscheidet.

Es ist anzuraten bei Überschneidungen der Antragsbearbeitung mit Anmeldefristen zu geplanten Prüfungen, sich diesbezüglich rechtzeitig (noch innerhalb der Anmeldefrist) mit den betroffenen Instituten in Verbindung zu setzen. In der Regel registrieren die Institute dann eine bedingte Anmeldung.

Wirkung der Genehmigung: Die Zweitwiederholung ist eine weitere Wiederholungsprüfung, die im Falle einer nicht bestandenen Klausur erneut eine mündliche Nachprüfung enthält. Der Prüfungsanspruch besteht dann wieder, wenn die zweite Wiederholungsprüfung fristgerecht zum übernächsten Termin, gerechnet ab nicht bestandener Klausur (nicht mündliche Nachprüfung!), angetreten und erfolgreich absolviert wird.
 

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Vorgehensweise:

Noch vor Antragstellung sollte ein Beratungstermin im Prüfungssekretariat wahrgenommen werden.

Der Antrag wird über das Prüfungssekretariat eingereicht und von dort dem Prüfungsausschuss vorgelegt. Bis auf Weiteres empfehlen wir den Antrag als PDF-Anhang in einer Mail an pruefungssekretariat∂wiwi.kit.edu einzureichen. Betreffzeile „eilt: Antrag auf Zweitwiederholung P-Titel“. Dafür bitte immer den eigenen KIT-Account benutzen.

Dem Antrag ist ein aktueller Notenauszug beizufügen, auf dem auch die nicht bestandenen und die angemeldeten Prüfungen dokumentiert sind.

 

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Form, Aufbau und Inhalt des Antrages auf Zweitwiederholung

Der Antrag ist in Briefform, nicht handschriftlich, mit aktuellen Absenderangaben und KIT-eMail-Adresse, zu stellen. Eine Seite reicht aus; natürlich kann auch mehr geschrieben werden, zB. wenn Aspekte Berücksichtigung finden sollen, die über den reinen Studienverlauf nicht ersichtlich sind.

Im Antrag in der Betreffzeile wird die Prüfung und das Fach benannt, für die die Zweitwiederholung beantragt wird.

Gleich zu Beginn wird darauf verwiesen, wann der Beratungstermin im Prüfungssekretariat stattgefunden hat.

Der Antrag ist in zwei Abschnitte gegliedert. Im ersten Abschnitt geht es um die beantragte Prüfung. Zu jedem Prüfungsversuch soll kurz zusammengefasst wiedergegeben werden, was zum Nichtbestehen geführt hat. Es reichen jeweils ein, zwei Sätze als Ergebnis der eigenen Analyse. Natürlich kann auch mehr geschrieben werden.
Im zweiten Abschnitt geht es um das übrige Studium und die übrigen Leistungen. Für die Entscheidung über den Antrag ist das Gesamtleistungsbild nicht unerheblich. Auch hier gilt es auf die Ursachen für evtl. sich zeigende Schwächen einzugehen, um diese evtl. zu relativieren. Allerding kann am Ende nur Berücksichtigung finden, was auch im Zweifel belegt werden kann (Bsp.: längere gesundheitliche Beeinträchtigungen mit Attest). Und nicht jeder vorgebrachte Aspekt wird auch vom Prüfungsausschuss in jedem Fall als relevant erachtet, auch wenn er nachweisbar ist.  

Nicht vergessen zu unterschreiben.

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Zusammenfassung einzureichender Unterlagen

  • Antrag (Briefform), ggf. Anlagen (zB. ärztliches Attest),
  • Notenauszug immer mit allen Angaben: bestanden, nicht bestanden, angemeldet),
  • Vermerk an welchem Tag das Beratungsgespräch zum Antrag im Prüfungssekretariat stattgefunden hat.

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Antragsfristen

Der Zweitwiederholungsantrag ist spätestens 2 Monate nach Nichtbestehen der Wiederholungsprüfung zu stellen. Die Bearbeitungszeit beträgt bei

  • Erstantrag: idR. max. 4 Wochen nach Vorlage des Antrages.
  • Folgeantrag / Erstantrag mit mehreren Prüfungen oder negativer Stellungnahme des Prüfungsauschusses: IdR. deutlich länger, da nach Begutachtung durch den Prüfungsausschuss der Antrag zur Entscheidung dem KIT-Präsidium vorgelegt wird (Ansprechpartnerin Präsidium: silvia.muth∂kit.edu).

Diese Bearbeitungszeiten unbedingt berücksichtigen, wenn die Zulassung zu einer Prüfung, von der Genehmigung des Zweitwiederholungsantrages abhängt.

 

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Hinweis zur Prüfungsanmeldung vor Entscheid des Antrags:

Abhängig davon, wann der Antrag gestellt wird, können sich Anmeldefristen zu geplanten Prüfungen und die Entscheidung zum Antrag überschneiden. Wir empfehlen in einem solchen Fall, die zuständigen Mitarbeiter an den prüfenden Instituten rechtzeitig (innerhalb der offiziellen Anmeldefrist) zu informieren. Die Institute akzeptieren üblicherweise eine vorbehaltliche Anmeldung zur Prüfung. Die Teilnahme ist dann bedingt, dh sie wird erst möglich, wenn dem Institut vor Prüfung der Nachweis vorgelegt wird, dass der Antrag positiv entschieden wurde und die Teilnahme damit zulässig ist. Tipp: Wenn dem Prüfungssekretariat die jeweiligen Ansprechpartner an den Instituten nach vorbehaltlicher Anmeldung bekannt gegeben werden, kann auf schnellem Wege dem Institut die Möglichkeit zur Teilnahme mitgeteilt werden.